Durst: Jeder kennt dieses Gefühl. Der Mund ist trocken, die Zunge klebt am Gaumen und man könnte einen ganzen Wasserkasten leeren. Das Einzige, was dann wirklich hilft, ist ein großes Glas Flüssigkeit – am besten natürlich Wasser, das weiß fast jeder. Doch warum Wasser wichtig für unseren Körper ist, können nicht alle auf Anhieb beantworten. Und: Was passiert eigentlich, wenn wir nicht genügend trinken?

Wasser – unser Lebenselixier

Der Körper verfügt über ein ausgeklügeltes Alarmsystem, das uns deutlich anzeigt, wenn sich zu wenig Flüssigkeit in unserem Organismus befindet: Wir bekommen Durst! Ausgelöst wird dieses Gefühl vom Durstzentrum, das im Gehirn sitzt und die genaue Konzentration von Elektrolyten und Flüssigkeitsmenge ermittelt. Doch warum der Aufwand? Für den Körper ist diese Funktion tatsächlich essentiell, denn neben ausreichend Sauerstoff ist Wasser unser Lebenselixier Nummer eins. Während der Mensch mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen kann, überlebt er nur wenige Tage ohne Flüssigkeit.

Rund zwei Drittel des Körpers bestehen aus Wasser

Zu etwa 50 – 60% besteht der menschliche Körper eines Erwachsenen aus Wasser, im Laufe des Lebens nimmt dieser Anteil jedoch ab. Während Säuglinge kurz nach der Geburt noch einen Wasseranteil von rund 75 – 80% besitzen, verfügt der Körper eines alten Menschen nur noch über etwa 50% Wasser. Abgesehen vom Alter gibt es jedoch weitere Faktoren, die den Wasseranteil im Körper beeinflussen. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Frauen haben grundsätzlich einen etwa 5% geringeren Wasseranteil als Männer. Außerdem ist der Trainingszustand erwähnenswert: Je mehr der Muskelanteil ansteigt, desto größer wird auch der Wasseranteil im Körper, da Muskeln mehr Wasser enthalten als Körperfett.

Wofür der Körper so viel Wasser benötigt

Der Mensch besteht zu einem Großteil aus Wasser und viele seiner Funktionen sind davon abhängig. So dient das Wasser zum einen als Transportmittel von Nährstoffen und Sauerstoff, die zu den Organen oder Zellen befördert werden. Zum anderen leitet es Abfälle des Körperstoffwechsels ab und reguliert die Körpertemperatur. Außerdem stellt Wasser ein Lösungsmittel für viele Stoffe in der Zelle dar. Doch bei anderen Teilen unseres Körpers ist H2O der Hauptbestandteil: So zum Beispiel bei der menschlichen Haut, die sich zu rund 70% aus Wasser zusammensetzt, oder bei unseren Augen, die fast vollständig aus Wasser bestehen.

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So verliert der Körper Flüssigkeit

Obwohl wir prozentual viel Wasser in unserem Organismus haben, verfügt der menschliche Körper nur über wenige Wasserreserven – er muss also ständig für Nachschub sorgen, um richtig zu funktionieren. Denn auch ohne körperliche Anstrengung verlieren wir im Schnitt bis zu zweieinhalb Liter Wasser pro Tag über Darm, Haut, Lunge und Nieren. Bis zu einem Liter Flüssigkeit nimmt der Körper über die Nahrung auf, die restlichen eineinhalb bis zwei Liter sollten über zucker- und alkoholfreie Getränke zugeführt werden – dann ist der Wasserbedarf gedeckt. Bei kranken, schwer arbeitenden oder regelmäßig sporttreibenden Menschen kann dieser Wert natürlich abweichen.

Warum ist Durst schlecht?

Haben wir allerdings zu wenig getrunken und verliert der Körper ein halbes bis ein Prozent seines Gewichts durch den Flüssigkeitsmangel, so verspüren wir das Alarmzeichen Durst. Was jedoch viele nicht wissen: Bereits dieses Wasserdefizit kann Auswirkungen auf Konzentration und Leistung haben. Neben dem Durstgefühl sind Erschöpfung, Kopfschmerz, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Mundtrockenheit weitere Warnzeichen, die daran erinnern sollten, endlich zur Wasserflasche zu greifen. Wer seinem Körper erst dann Wasser zuführt, wenn dieser bereits lautstark danach verlangt, der ist eigentlich bereits zu spät dran. Besser: regelmäßig ausreichend trinken, auch ohne Durstgefühl! So leidet weder die Leistungsfähigkeit, noch kommt es zu Konzentrationsproblemen. 

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Was bei Wassermangel passiert

Bis zu einem gewissen Grad kann der Körper Wassermangel durch Konzentrationsprozesse ausgleichen, doch danach schadet die fehlende Flüssigkeit dem Organismus. Unser Blut, das zu mehr als drei Vierteln aus Wasser besteht, beginnt bei einem Defizit, langsamer zu fließen. Die Folge: Der Körper wird schlechter mit Sauerstoff versorgt, Hirnleistung und Konzentration nehmen ab. Wenn drastisch zu wenig Flüssigkeit zugeführt wird, kommt es zu ersten Dehydrationserscheinungen: Beschleunigter Herzschlag, erhöhte Atemfrequenz und Schwindelgefühle treten auf, Schweißfluss und Harnproduktion kommen zum Erliegen. Der Betroffene ist zunehmend verwirrt und fällt schließlich sogar ins Koma. Sind das Wasser- und das damit verbundene Salzdefizit zu hoch, muss er intravenös versorgt werden. Ein Wasserverlust von etwa 15 – 20 Prozent endet tödlich.

Negative Effekte des Flüssigkeitsdefizits

Doch auch wer dauerhaft (ohne tödliches Risiko) zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, schadet seinem Körper: So steigt beispielsweise die Gefahr, dass Nierensteine, Verstopfung, Harnwegsinfektionen und Kreislaufstörungen auftreten. Auch Allergien könnten begünstigt werden, da die Histaminkonzentration ansteigt. Außerdem sind negative Folgen für die Bandscheiben möglich: Sie könnten austrocknen oder sogar schrumpfen und dadurch ihre Funktionen verlieren. Denn durch Bewegung wird dort gespeichertes Wasser aus dem Bandscheibenkern gepresst. Neues Wasser muss also nachgeliefert werden. Wer aber (ständig) zu wenig trinkt, kann dieses Wasser nicht vollständig ersetzen. Gesundheitlich nicht ganz so dramatisch sind die Auswirkungen auf das Äußere: Fehlt Feuchtigkeit im Körper, merkt das auch die Haut und verliert an Elastizität. Als Folge davon entstehen schneller Falten.

Regelmäßig trinken

Wer seinem Körper und seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, der sollte seinen Wasserkonsum im Auge behalten, denn genügend Flüssigkeit ist unabdingbar für einen optimalen Alltag. Dir fällt das schwer? Dann greife auf kleine Hilfsmittel und Tricks zurück! Ein nützliches Tool ist hier beispielsweise ein automatisch gestellter Handywecker, der in regelmäßigen Abständen daran erinnert, ein Glas Wasser zu trinken. Wer auf sich achtet, die Warnzeichen ernst nimmt und konstant zur Wasserflasche greift, unterstützt so langfristig seinen Körper – denn wie man es dreht und wendet, Wasser ist immer wichtig, wenn nicht gar essentiell für den menschlichen Organismus. Fallen dir noch andere gute Gründe ein, warum man auf Wasser nicht verzichten sollte?

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Leonie Schwaiger
Leonie schreibt auf Glowing über einen achtsamen und bewussten Lifestyle. Veganes Essen, Kreativität und Nachhaltigkeit mag sie nicht nur privat, sondern teilt ihre Ideen auch gerne online mit ihren Lesern.

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