Die chemische Bezeichnung ist zwar immer gleich, doch wie entsteht Mineralwasser überhaupt? Warum ist in manchen Flaschen Kohlensäure und in anderen nicht? Jeden Tag sollten wir Mineralwasser zu uns nehmen, aber jeder weiß: Wasser ist nicht gleich Wasser. Wer gerne Mineralwasser trinkt, kann zwischen unterschiedlichen Sorten wählen: mit viel Sprudel, wenig Sprudel oder ganz still. Dazu kommt, dass der Geschmack von Wasser sehr unterschiedlich sein kann. Zuhause schmeckt das Mineralwasser vielleicht ganz weich, bei Freunden gibt es Mineralwasser das eher hart schmeckt und im Urlaub am Meer oder in den Bergen hat der Sprudel auch einen anderen Geschmack.

Wie entsteht Mineralwasser?

Obwohl die Qualität von deutschem Leitungswasser gut ist, greift ein Großteil der Deutschen auf Mineralwasser zurück, wenn es darum geht, den eigenen Durst zu löschen. Doch warum ist das so? Unter anderem liegt es an dem vielfältigen Angebot von gutem Mineralwasser in Deutschland. Hierzulande finden sich rund 500 Sorten Mineralwasser, die von den Herstellern abgefüllt werden. Dabei sind – im Gegensatz zum Leitungswasser – nur wenige Behandlungverfahren erlaubt.

Es ist und bleibt ein Naturprodukt: Mineralwasser muss aus unterirdischen Quellen stammen, von ursprünglicher Reinheit sein und direkt am Gewinnungsort vom Hersteller abgefüllt werden. Außerdem benötigt Mineralwasser als einziges Lebensmittel in Deutschland eine amtliche Anerkennung. Ein weiterer sehr wichtiger Unterschied zum üblichen Leitungswasser ist der hohe Mineraliengehalt. Im Mineralwasser lösen sich Calcium, Magnesium, Natrium und Eisen – abhängig von der jeweiligen Region, in der das Produkt gewonnen wird. So kann die Mineralienaufnahme des Körpers aktiv unterstützt werden.

 Die Rolle von Mineralstoffen und Spurenelementen

Die Entstehungsgeschichte von Mineralwasser beginnt mit Regenwetter. Bis aus Regen das Mineralwasser wird, das wir in unsere Gläser füllen, können leicht mehrere Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte vergehen: Das Regenwasser versickert zunächst im Boden und bahnt sich dort seinen Weg durch Gesteinsschichten. Dabei wird es  nicht nur auf natürliche Art und Weise gefiltert, sondern auch mit unterschiedlichen Mineralstoffen und Spurenelementen angereichert. Das sind anorganische Stoffe, also Stoffe, die der Körper selbst nicht herstellen kann. Deswegen muss er sie aus einer anderen Quelle aufnehmen. Lebenswichtige Mineralien im natürlichen Mineralwasser sind Calcium, Magnesium, Natrium, Zink und Eisen. Diese Minerale sind auch für den Geschmack des Wassers verantwortlich.

Mineralstoffe sind elementare Bausteine für Skelett und Gewebe und haben noch viele weitere wichtige Funktionen. Sie sichern den Ablauf der Stoffwechselfunktionen, regulieren den Wasser- und den Säure-Base-Haushalt und einiges mehr. Mineralstoffe und Spurenelemente liegen im Mineralwasser bereits gelöst vor. So können sie direkt vom Blut aufgenommen und dem Organismus so besonders schnell zur Verfügung gestellt werden.

Übrigens: Welche Mineralstoffe vom Wasser auf seiner Reise durch die Gesteinsschichten aufgenommen werden, hängt auch von der Temperatur und der Fließgeschwindigkeit ab. Je wärmer das Wasser ist, desto mehr Mineralstoffe können aus dem Boden gelöst werden.

Wie entsteht Mineralwasser mit Sprudel?

Neben Calcium, Magnesium und anderen Mineralien enthält unser Mineralwasser auch oft von Natur aus Kohlensäure. Wie entsteht Mineralwasser mit Sprudel? Tatsächlich enthält Mineralwasser eigentlich zunächst keine Kohlensäure. Erst durch den Kontakt von Wasser (H20) mit dem Gas Kohlendioxid (CO2) verbinden sich die Moleküle in einer chemischen Reaktion zur Kohlensäure (H2CO3) – die wir beim Trinken als so erfrischend empfinden. Die Kohlensäure im deutschen Mineralwasser hat meist einen natürlichen Ursprung: Das Wasser kommt aus tiefliegenden Vulkanquellen, die aus kohlendioxidhaltigem Gestein bestehen. Auf seiner Reise mischt sich das Wasser mit dem Kohlendioxid. Es kann schließlich vom Hersteller direkt abgefüllt werden – bereits mit Sprudel versehen. Aus den tiefliegenden Schichten wird das natürliche Mineralwasser schließlich wieder zu Tage gefördert und direkt am Quellort abgefüllt.

Mineralwasser: das einzigartige Naturprodukt

Verpackt wird das abgefüllte Mineralwasser in unterschiedlichen Flaschen und Größen. Am bekanntesten ist jedoch die klassische 0,7-Liter-Perlenflasche aus Glas, die es seit 1969 auf dem Markt gibt. Mineralwasser ist fast unbegrenzt haltbar, das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum ist gesetzlich vorgeschrieben und beträgt bei Glasflaschen zwei Jahre und bei PET-Flaschen ein Jahr.

Übrigens: Mineralwasser selber machen ist nicht möglich. Mit zugesetzter Kohlensäure oder zugesetzten Mineralstoffen kann Leitungswasser weder die ursprüngliche Reinheit noch die ernährungsphysiologische Wirkung von natürlichem Mineralwasser verliehen werden.

Mineralwasser ist und bleibt ein unnachahmliches Naturprodukt, das gut schmeckt und optimal den Durst löscht. In Deutschland trinkt der Großteil der Menschen am liebsten kohlensäurehaltiges Sprudelwasser, wobei auch stilles Wasser immer beliebter wird.

Habt ihr einen Favoriten? Lasst mich das gerne in den Kommentaren wissen!

 

Leonie Schwaiger
Leonie schreibt auf Glowing über einen achtsamen und bewussten Lifestyle. Veganes Essen, Kreativität und Nachhaltigkeit mag sie nicht nur privat, sondern teilt ihre Ideen auch gerne online mit ihren Lesern.

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