Erinnert ihr euch an die Liste vom letzten Jahr? Klassiker, die vermutlich auch wieder auf vielen „Gute Vorsätze 2017“-Listen landen, sind etwa „mehr Zeit für Familie und Freunde“, „mehr Sport machen“, „gesünder leben“ oder aber „mehr Wasser trinken“. Nur leider scheitern wir häufig an der Umsetzung. Über das Jahr hinweg vergisst man schnell, was man sich eigentlich vorgenommen hat. Wie hält man gute Vorsätze ein? Wir untersuchen, warum gute Vorsätze so selten halten und haben natürlich auch ein paar nützliche Praxistipps, damit es 2017 mit der Umsetzung der Vorhaben klappt.

Neues Jahr, neues Glück

Mit dem Jahreswechsel kommen sie immer wieder: gute Vorsätze. Wir blicken zurück. Wünschen uns einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir blicken voraus und reflektieren über unser Leben um ein neues, erstrebenswertes Bild von uns zu entwerfen. Was auch immer wir uns vornehmen, egal wie klein, egal wie groß, wir tun es für uns.

Solltet ihr bei einem Punkt nicht durchhalten können, ist das absolut nicht verwerflich. Doch wir wollen uns selbst auch nichts vormachen. Wir streben ganz natürlich nach Entwicklung, Wachstum und Selbstverwirklichung. Nach einem “Mehr”. Was auch immer dieses “Mehr” für einen ganz persönlich und individuell sein mag. Aber anstatt unsere guten Vorsätze ihrem scheinbar elendem Schicksal zu überlassen, werden wir  2017 voller Zuversicht ins neue Jahr starten.

Anna von Subvoyage möchte gute Vorsätze 2017 einhalten und umsetzen

Neujahrsvorsatz für 2017: „Do more of what makes you happy“

Für mich steht jetzt schon fest, dass das Jahr 2017 unter dem Motto „Do more of what makes you happy“ stehen wird. Dieser Spruch hat mich schon durch das Jahr 2015 begleitet. Ich hatte mich damals am Silvesterabend mit einer Freundin über gute Vorsätze unterhalten. Die Frage ist doch: Was motiviert uns? Was wollen wir wirklich?

“Was willst du werden?” – Meine Antwort: “Glücklich!”

So trivial es klingen mag – wenn mich einer fragt was ich werden will, lautet meine Antwort “glücklich”. Und so habe ich mir über das Jahr verteilt immer wieder, wenn ich bei Entscheidungen länger abwägen musste, folgenden Satz ins Gedächtnis gerufen: mach das, was dich glücklich macht – mit Absicht und ganz bewusst! Damit wir unsere guten Vorsätze auch wirklich einhalten, müssen sie eine Motivation in sich tragen. Ein konkretes Beispiel hierfür: Der Vorsatz “sparsam sein” klingt zunächst wenig reizvoll. Aber jeden Monat 100 Euro auf die Seite zu legen, um den nächsten Traumurlaub zu verwirklichen, klingt schon deutlich besser, oder?

Gute Vorsätze lassen sich leichter durchhalten, wenn sie konkret formuliert werden

Ein weiterer Tipp: macht eure Ziele so konkret wie möglich. „Ich möchte mehr Sport machen“ ist meistens zu ungenau. Ich würde es so übersetzen: „Ich werde mindesten einmal pro Woche Yoga machen“. Im Yoga habe ich meinen Ausgleichssport gefunden. Yoga gibt mir Kraft, so kann ich Energie tanken. Nach einer Yoga-Stunde fühle ich mich entspannt und ausgeglichen.

Bisher musste meine Yoga-Klasse jedoch oft den Kürzeren ziehen. Wenn die Woche stressig wird, wird die Yoga-Einheit oft als erstes aus dem Terminkalender gestrichen. Dabei ist Yoga genau das, was ich in stressigen Wochen brauche um mich wieder gut zu fühlen. Daran muss ich mich nur immer wieder selber erinnern. Wenn man dann auch noch einen Verbündeten gefunden hat – wie etwa eine liebe Freundin oder einen netten Kollegen – der einen begleitet, fällt es gleich viel leichter den inneren Schweinehund zu überwinden. Zu zweit macht eben alles gleich viel mehr Freude.

Für 2017 hat Anna ein paar Gute Vorsätze gemacht

Papier, Stift und App: Gute Vorsätze aufschreiben ist die halbe Miete!

Schreibt eure guten Vorsätze auf. Ein geschriebenes Wort bring psychisch schon einiges mehr an Standhaftigkeit mit sich als das gesprochene Wort. Macht eure guten Vorsätze für euch immer sichtbar und greifbar. So erinnert ihr euch ganz automatisch tagein tagaus an sie.

Noch ein konkretes Beispiel für einen guten Vorsatz: Ich möchte täglich 2 Liter Wasser und 1 Liter Tee trinken. Wasser ist ein Lebenselixier für uns. Ausreichend Flüssigkeit hält uns fit. Fit für den Tag. Und was lässt sich leichter kontrollieren, als zwei Flaschen Wasser und eine Kanne Tee, die man am Morgen auf füllt und bis zum Abend geleert haben möchte?

Für alle, die nicht gerne auf Papier und Stift zurückgreifen, gibt es auch wunderbare digitale Lösungen um die eigenen Gedanken und Ziele festzuhalten. Eine App, die dafür bestens geeignet ist, ist etwa “Wunderlist”. Sowohl bei iTunes wie auch im Google Play-Store gibt es diese App gratis. Mit nur wenigen Klicks könnt ihr eine ganz eigene “Gute Vorsätze”-Liste anlegen und verliert sie so nicht aus dem Blick.

Seid gnädig mit euch selbst und nehmt euch nicht zu viel auf einmal vor

Versteht mich nicht falsch, große Ziele sind klasse und erstrebenswert. Aber überfordert euch nicht. Es lässt sich nicht alles auf einmal ändern. Daher lautet mein vierter und letzter guter Vorsatz „Ein Morgenritual einführen um in Ruhe, positiv gestimmt und mit einem gesunden Frühstück in den Tag zu starten.“ Reichlich Inspiration für köstliche Rezepte gibt es ja bereits auf dem überWasser-Blog.

“Der Morgen ist die Basis für den Tag”

Wenn das Fundament nicht stimmt, kann aus dem Gebäude nichts gutes werden. Wenn ich also nach einem gesunden und vitalen Lebensstil strebe, sind neue Gewohnheiten am Morgen ein erster guter Schritt in die richtige Richtung. Bis etwas wirklich zur Gewohnheit geworden ist, vergehen gut und gerne zwei Monate. Und das auch nur, wenn man das neue Morgenritual praktiziert. Gebt euch also Zeit. Es ist kein Untergang, wenn ihr einmal einen Tag auslasst. Hauptsache, ihr fangt an.

Im folgenden Liste ich euch noch einmal meine fünf Tipps für gute Vorsätze auf, damit euch das Umsetzen auch wirklich leichter fällt.

5 Tipps, mit denen gute Vorsätze leichter einzuhalten sind:

  1. Der gute Vorsatz sollte eine Motivation in sich selbst tragen.
  2. Formuliert so genau wie möglich, was ihr erreichen wollt!
  3. Durch Aufschreiben macht ihr euer Vorhaben sichtbar.
  4. Sucht euch Verbündete – gemeinsam machte es mehr Spaß!
  5. Nehmt euch nicht zu viel auf einmal vor.  

Anna Recker von Subvoyage

Meine guten Vorsätze für das Jahr 2017

Auf dem überWasser-Blog werde ich im Dezember nicht nur meine guten Vorsätze für das neue Jahr festhalten, sondern euch im Januar auch wöchentlich von meinen Erfolgen wie auch eventuellen Rückschlägen bei der Umsetzung eben dieser Vorsätze berichten. Daher hier noch einmal meine konkreten Vorsätze:

  • 1. Vorsatz: „Do more of what makes you happy“ als Jahresmotto.
  • 2. Vorsatz: Mindestens einmal pro Woche Yoga machen.
  • 3. Vorsatz: Täglich 2 Liter Wasser und 1 Liter Tee trinken.
  • 4. Vorsatz: Ein Morgenritual einführen, um positiv in den Tag zu starten.

Nun seid ihr an der Reihe! Habt ihr eure guten Vorsätze für das neue Jahr bereits aufgeschrieben? Welche Vorsätze sind auf eurer Liste gelandet? Habt ihr noch keine Liste für das Jahr 2017? Dann nehmt euch ganz bewusst eine Stunde Zeit, kocht euch einen leckeren Tee und schreibt euch alle guten Vorsätze so konkret wie möglich auf ein Stück Papier. Ich bin schon ganz gespannt auf eure eigenen Geschichten in den Kommentaren!  

Anna Recker
Vor Annas Kamera landen in der Regel vegane Gerichte. Auf dem Blog subvoyage, den sie gemeinsam mit ihrer Schwester auf die Beine gestellt hat, übernimmt sie daher alles rund um die Foodecke von der Rezeptentwicklung bis hin zur Foodfotografie.
  1. Wirklich tolle Tipps! 🙂 Ich werde mir daran auf jeden Fall ein Beispiel nehmen und hoffe das ich nächstes Jahr ein bisschen erfolgreicher mit dem Vorsätzen einhalten bin .. Letztes Jahr habe ich mir erst gar nichts vorgenommen, weil ich schon geahnt habe das ich es spätestens nach 3 Wochen wieder vergessen habe 😀

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

    • Dann würde ich dir das Aufschreiben nahe legen 😀 Spaß bei Seite – du hast nämlich recht. Statistisch haben bis zum 15en Januar bereits 95% ihre Vorsätze gebrochen. Nimm dir nur Dinge vor, die dir auch wirklich am Herzen liegen. Dinge bei denen es nicht darum geht dich zu verbiegen. Sondern Dinge die dich dir selbst näher bringen.

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Anna

  2. Liebe Anna!
    Ich selber bin so der Typ: direkt alles auf einmal und dann muss auch alles klappen und wie du dir schon denken kannst, funktioniert dass meisten nichts. Von daher finde ich vor allem den Punkt Minimalismus super, den du in diesem Artikel ansprichst, immer ein Fuß vor den anderen. Ich selber, habe mir bis jetzt noch keine Liste erstellt, werde dies aber definitiv in einem ruhigen Moment über die Weihnachtstage tun, aber meinen großen Punkt Nummer 1 habe ich jetzt schon ganz fest im Kopf: Sich nicht mehr unter Wert verkaufen. Ich habe lange gebraucht um zu merken, dass ich mich viel zu viel für Leute aufopfere die es gar nicht wert sind, bzw. die im Gegenzug mir nichts zurück geben sondern immer nur nehmen und damit ist jetzt Schluss. Ich bin ein sehr liebevoller und sensibler Mensch und ich werde mir meine Kraft für die Menschen aufsparen die es wirklich wert sind und es mir auch beweisen, wie zum Beispiel meine Familie und meine engsten Freunden.
    Vielen Dank für diesen wirklich inspirierenden Artikel, mach weiter so!
    Alles Liebe, Eva.

    • Hallo Eva,

      höher, weiter, schneller – wir Powerfrauen rocken das. Doch zu viel ist zu viel. Meistens legen wir uns selbst die zu schwere Last auf den Rücken. Ich finde es sehr bemerkenswert, dass du dich davon befreien möchtest. Ich bin sehr stark selbst davon überzeugt, dass wir etwas größeren dienen wenn wir für andere da sind. Wir dürfen aber nie uns selbst vergessen. Es ist so wichtig, dass wir uns selber schätzen und schützen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft fürs nächste Jahr!

      Herzlichen Dank für die lieben Worte. Ich werde meinen Weg gehen.

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Anna

  3. Toller Artikel!! Hat mich ein wenig zum nachdenken angeregt
    Werde mir aufjedenfall auch das mit dem morgenritual abgucken, da ich morgens nie gut gelaunt bin um positiv in den Tag zu starten
    Könnte mir da ein paar Yoga Übungen gut vorstellen
    Danke für die Tipps ??

    • Bitte bitte, liebe Nina – nichts lieber als das. Ich finde es so toll, wenn sich Menschen inspiriert fühlen. Wenn sie neue Wege gehen wollen. Wenn sie wachsen wollen. Yoga am Morgen klingt einfach super! Damit hast du schon zwei meiner Vorsätze abgedeckt. Ich sehe wir sind auf einer Wellenlänge 😉

      Ganz liebe Grüße,
      Anna

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